Pilgern rund um den Marienberg


Seit ein paar Jahren bietet Sr. M. Carolina Ehrensberger mehrmals im Jahr samstagvormittags „Pilgern rund um den Marienberg“ an.
Begonnen wird mit einem Pilgerfrühstück im Kentenich-Haus. 16 Pilger folgten der Einladung, davon viele Neue.
Der erste Pilgerwegabschnitt führt zur Muttergottes ins Heiligtum. Dort werden zunächst Krugzettel mit den unterschiedlichsten Anliegen geschrieben. Diese kommen nicht in den Krug, sondern werden im Pilgersäckchen an den Pilgerstab gebunden. Auf dem Pilgerweg verteilt, durfte jeder dieses Pilgerkreuz mit allen Anliegen tragen. Das bewegte die Pilger/innen sehr tief, nicht nur die eigenen, sondern die Anliegen aller tragen zu helfen.
Die folgenden Gedanken begleiteten den Pilgerweg: „Dem Heiland, Jesus am Kreuz begegnen. Mein eigenes kleines Lebenskreuz bejahen und tragen, mit der Gewissheit, ER wird mir helfen.“
An einer Stelle hielt die Gruppe inne und Sr. M Carolina erklärte: „Jede und jeder von uns hat vom lieben Gott eine persönliche Sendung geschenkt bekommen. Wir sind seine kleinen Königskinder. Aus seiner übergroßen Liebe hat er jeden persönlich berufen. Ist es nicht verlockend, so am Werk Gottes mitzuwirken?“
Weitere Impulsfragen folgten: „Wo ist mir Gott begegnet? Welche Sendung hat der liebe Gott mir gegeben? Was stärkt mich, um mein Kreuz tragen zu können?“ In Stille wurde weitergelaufen. Die Fragen bewegten und führten in die Tiefe der Gottesbeziehung.
Ein großes Gipfelkreuz signalisierte: Wir sind am Ziel angekommen! Sr. Carolina fragte am Kreuz die Pilger: „Lässt sich dieses Kreuz umarmen? Schaffe ich solch eine Nähe zum Kreuz? Gelingt es mir, mich an das Heilandsleben anzulehnen, um mich dadurch stärken zu lassen? Kann ich mein persönliches Kreuz tragen und umarmen? Ja dazu sagen, so wie es Gott für mich vorgesehen hat?“
In großer Ergriffenheit umarmten alle der Reihe nach das Gipfelkreuz – eine sehr stark erschütternde Kreuzverehrung!
Am Gipfelkreuz genoss die Pilgergruppe auch den Weitblick in die Ferne des schönen Frankenlandes und ließen sich vom Lied: "Von guten Mächten treu und still umgeben" beschenken. Gänsehautgefühl, ja da hat wirklich der Himmel die Erde berührt!
Auf dem Heimweg erfreute die Schönheit der Natur. Die Spuren Gottes konnte jede/r ganz persönlich entdecken. Den Kreuzweg gehend zu beten, da entstand auf diesem Pilgerweg noch einmal ein ganz starkes Gefühl der Nähe zu Jesus.
Schwester M. Carolina hielt noch eine kleine Überraschung für alle bereit. Jede/r bekam einen Bonbon mit nachhause, den er in einer ruhigen Zeit lutschen sollte, um dabei nachzukosten: „Was nehme ich von diesem Pilgerweg mit heim in mein Leben? Was hat mir geholfen?“
Der Abschluss im Heiligtum diente der Bereitschaft zum Ja-sagen: „Wir sind wieder da und bereit, unser ganz persönliches Lebenskreuz zu tragen.“
Das Lied: "Du bist ein Königskind" stärkte die kleine Gemeinschaft. Neu aufgetankt von einem tiefen Glaubenserlebnis ging es nach einer kleinen Kaffeepause wieder zurück in den Alltag. Es war ein sehr persönlicher Pilgermarsch mit Tiefgang und dem Auftrag, als Kinder Gottes ja zu sagen zur Sendung und zum Kreuztragen.
Am 23.5. heißt es wieder: Pilgern rund um den Marienberg mit Sr. M. Carolina. Herzliche Einladung.