Pilgerkreistreffen auf dem Marienberg an Mariä Namen am 12.9.26


Einmal im Jahr werden die Pilgerkreisteilnehmer/innen im Erzbistum Bamberg zu einem Pilgerkreistreffen auf den Marienberg eingeladen. Das sind immerhin nicht ganz 90 Kreise, in denen die Pilgernde Gottesmutter monatlich ungefähr 550 Familien oder Alleinstehende besucht. Begleitpersonen koordinieren die einzelnen Pilgerkreise.
Bei Kaffee und Kuchen kommen die fast 50 Gäste zwanglos ins Gespräch. Auf die Frage: „Woher kommen Sie denn?“ lautete die Antwort: aus Zirndorf, Hallstadt, Bamberg, Eckental, Weißenohe, Seinsheim, Frensdorf, Melkendorf, Roßdach, Königsfeld und vielen anderen Ortschaften, verteilt über das gesamte Erzbistum Bamberg.
Überraschungsgeschenk
In der Hauskapelle fand anschließend die Eucharistiefeier mit Neuaussendung der Pilgerbilder statt. Bei seiner Begrüßung skizzierte Schönstattpriester Andreas Hornung kurz die Entstehungsgeschichte der Pilgerkreise, denn: 2025 konnte die Kampagne der Pilgernden Gottesmutter auf 75 Jahre zurückblicken. Das wurde in Brasilien genau vor einem Jahr gefeiert. João Luiz Pozzobon (*12. Dezember 1904 † 27. Juni 1985) war ein brasilianischer Diakon und Initiator der Kampagne der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt. Andreas Hornung hielt in seinen Händen das Überraschungsgeschenk aus Brasilien hoch, das alle Heiligtümer weltweit im Jubiläumsjahr erhielten. In diesem kleinen Pilgerbild ist ein Fragment des Holzes der ursprünglichen Pilgerstatue eingelassen, die João Luiz Pozzobon in 35 Jahren 140 000 km zu unzählig vielen Menschen getragen hat. Mit diesem Geschenk und der Pilgernden Mutter sind wir verbunden in einem weltweiten, unsichtbaren Netzwerk.
Die Sache mit dem Ausweis
Pfarrer Andreas Hornung begann seine Predigt sehr originell. Er hielt seinen Personalausweis in den Händen und meinte: „Auf dem Ausweis sind viele Daten von mir zu finden: der Geburtsort, die Augenfarbe, die Größe und das Ausstellungsdatum. Was ist nicht alles von uns im Internet gespeichert und verschwindet auch wieder.“ Dann nahm er Bezug auf Maria.
„Und Maria? Sie hatte keine elektronische Karte. Sie ist bis heute nicht verschwunden in einem Datennetz oder lebt elektronisch als Erinnerung weiter.
Das alles braucht Maria nicht. Ihr Namen lebt davon, dass ich ihn ausspreche, über ihren Namen mit ihr in Beziehung trete und dass ein Austausch im Herzen stattfindet.
Darum gehen wir nicht mit einem Ausweis innerhalb des Pilgerkreises herum, sondern mit ihrem Bild. Wenn das Pilgerbild zu uns kommt, lassen wir die Muttergottes bei uns wohnen, schauen sie immer wieder an. Maria, deren Namen im Evangelium eine Eigenschaft hinzugefügt wird: „Voll der Gnade“ – Maria ist also die Gnadenvolle!“ Und er fuhr fort:
„Wie zeigt sich das für uns? Maria wendet die Gaben ihres Herzens an. Als erstes zeigt sie Verbundenheit. Maria ist jemand die sich einfühlt, die mitgeht und vor allem auch Krisenmanagerin ist.“
Zum Schluss der Predigt meinte der Schönstattpriester: „Die vielen Bilder, Darstellungen und Namen der Muttergottes, sind enthalten in dem einen Bild, das mit uns geht, das wir mittragen und auch wieder empfangen. Maria sieht uns im Pilgerbild an. Das Schönstattgnadenbild ist für uns Tür und Fenster zugleich, durch das wir tiefes Vertrauen erhalten.“
Am Ende des Gottesdienstes wurden die Pilgerbilder gesegnet und neu ausgesendet mit den Gedanken: „Das Herz unserer Mutter Maria bewegt die Welt, bewegt die Menschen und schlägt für dich. Sei sicher, du bist nie allein.“ Jedes Bild wurde mit dem Wunsch übergeben: „Maria, die Pilgernde Mutter, bewege Ihr Herz!“
Ein kurzer Pilgerweg führte ins Heiligtum zur Muttergottes, um den Nachmittag abzuschließen. Das Motto der Pilgerkreise: „Einen Augenblick Zeit für Gott und füreinander“ zeigt, worauf es ankommt. Eine Pilgerin erzählte: „Es tut mir so gut, wenn im Pilgerbild Maria mit Jesus zu mir kommen. Wenn mir in meiner Not die Worte fehlen, genügt es, Blickkontakt zur Muttergottes zu suchen. Das bewegt mein Innerstes, beruhigt mich und hilft mir, besser mit den Sorgen umzugehen.“ Auch dem Heiligen Josef, dem Schutzpatron der Pilgerkreise, wurde gedankt und um Schutz auf allen Wegen gebeten.
„Wie gut, dass Gott auch ohne Ausweis Maria, das demütigste aller Geschöpfe, zur Mutter Gottes auserwählt hat! Als Miterlöserin hat sie den Sohn Gottes, Jesus Christus geboren. Und im Projekt Pilgerheiligtum kommt sie zu uns ins Haus und bringt ihre Gnaden mit, teilt Segen aus! Das wünsche ich Ihnen“ und mit einem Segen verabschiedete Pfarrer Hornung die Pilgerkreisteilnehmer.
Weil das Treffen an einem Samstag stattfand, waren viele Gäste das erste Mal dabei und auch auf den Marienberg. Eine Teilnehmerin sagte: „Ja, es war ein sehr schöner Festtag und familiäres Treffen. Es hat mich überrascht und gleichzeitig sehr gefreut, dass so viele gekommen waren.“
Viele weitere Informationen finden Sie unter www.pilgerheiligtum.de
In den einzelnen Pilgerkreisen sind noch „Plätze“ frei. Wenn Sie ebenfalls den Besuch der Gottesmutter über den Schönstatt-Gnadenbild wünschen, dann wenden Sie sich bitte an Sr. M. Carolina – Tel. 09542/7635.