Mariä Himmelfahrt auf dem fränkischen Marienberg


Viele fleißige Helfer und Akteure ließen das Marienfest am 15. August auf dem fränkischen Marienberg zu einem strahlenden Tag werden. Die Schönstattfamilie der Erzdiözese Bamberg hatte zum traditionellen Wallfahrtstag eingeladen. Nicht nur mehrere hundert aus der nahen und ferneren Umgebung kamen, sondern auch eine internationale Gruppe von 31 Marienschwestern aus Schönstatt und sechs junge Frauen, die im kommenden Jahr in die Gemeinschaft aufgenommen werden.
Die Idee, im 100. Gründungsjahr der Schönstätter Marienschwestern für möglichst viele Schwestern aus Schönstatt einen Bus zu chartern, hatte der Vorsitzende des Teams Marienberg Heinz Künzel. Und die Schwestern nahmen die Einladung an: fünf Mitglieder der Generalleitung, Schwestern aus allen Häusern in Schönstatt bis zu Novizinnen und Kandidatinnen fuhren am frühen Morgen vom Rheinland ins Frankenland und erlebten einen unvergesslichen Tag.
„Wir sind gekommen, um zu schenken und beschenkt zu werden!“, das war die Erfahrung der Gruppe, die eine frohe und fromme Wallfahrt miterlebten. Es begann mit einem Festgottesdienst gestaltet von den Bläsern der Kapelle Hohenpölz. Zu Beginn wurden die traditionellen Kräuterbüschel gesegnet, die die Gläubigen mitgebracht hatten.
Der Festprediger, Msgr. Josef Treutlein, verstand es, die etwa 500 Teilnehmenden in das Leben der Muttergottes mitzunehmen. An jeder Station ihres Lebens hätte sie jeweils sagen können „Das hatte ich mir anders vorgestellt.“ Und dennoch ließ sie sich nicht davon abbringen, Gottes Willen immer anzunehmen und tapfer mitzugehen. Die Zuhörer konnten leicht ihre eigene Lebenssituation mit diesem Vorbild verbinden: Nicht aufgeben, Gott weiß, warum und wozu, und es wird ein gutes Ende geben. So wie er es bei Maria auch fertiggebracht hat. Ihre Hand zu ergreifen und weiterzugehen, das ist ein guter Rat fürs Leben.
In der anschließenden Prozession mit dem Allerheiligsten und dem Bild der Schönstatt- Muttergottes konnte jede und jeder etwas für ihr Leben mitnehmen. Alles wurde ins Gebet genommen, was man auf dem Herzen hatte. Und der dreifache sakramentale Segen ging ins weite Land über die Grenzen hinaus.
Für das leibliche Wohl sorgten viele fleißige Helfer. Im Verpflegungszelt und unter den Sonnenschirmen fand jeder einen schattigen Platz und ließ sich etwas vom vielfältigen Angebot schmecken. „Das war das beste Steak, das ich gegessen habe, seit ich in Deutschland bin,“ so Schw. M. Carina aus Brasilien. Der Grillmeister und seine Kinder, die ihn unterstützten, freuten sich über dieses Lob.
In der Mittagszeit war die Möglichkeit, den Marienberg zu erkunden und den Blick ins Land zu genießen. Heinz Künzel führte eine Gruppe der Marienschwestern durch das Franz- Reinisch-Haus. In der Hauskapelle konnte man den ganzen Tag den Einladungsfilm zum 100- Jahr-Jubiläum der Schwestern sehen, im Schönstattheiligtum war Gelegenheit zur stillen Anbetung des Herrn im Sakrament.
Zum nächsten Höhepunkt des Tages ließen sich ca. 300 Gläubige einladen. Der erst vor kurzem in Bamberg geweihte Neupriester Daniel Hartmann spendete vor und nach der Marienfeier den Einzelsegen und hielt die Andacht, segnete mit der Monstranz und gab allen den feierlichen Primizsegen. Die Marienschwestern sangen in der Feier ihr Jubiläumslied und das Lied zu Maria als Licht der Hoffnung. Zum anschließenden Einzelsegen folgten noch weitere Lieder. Auf allen Gesichtern lag Festtagsfreude. „Der Tag wird noch lange in mir nachklingen,“ so eine der Schwestern auf der Rückfahrt nach Schönstatt.
Alle Schwestern bedanken sich bei der Bamberger Schönstattfamilie für die herzliche und großzügige Einladung und freuen sich auf den Gegenbesuch zu ihrem Jubiläum vom 2.- 4.10.2026. Die Verbundenheit zum Marienberg bleibt! Diese garantiert vor allem Maria vom Schönstattheiligtum der Erzdiözese Bamberg, dem Heiligtum der Verbundenheit, aus.