Anbetung „Eine Stunde vor dem Herrn“ und zeitgleiches Friedensgebet im Petersdom mit Papst Leo XIV.


Dreimal über das Jahr verteilt lädt die Schönstattbewegung zu einer Anbetungszeit: „Eine Stunde vor dem Herrn“ mit Sr. M. Carolina ins Heiligtum der Verbundenheit ein.
Keineswegs konnte die Marienschwester bei der Jahresplanung ahnen, dass bei der Anbetungsstunde am vergangenen Samstag die Verbundenheit bis nach Rom in den Petersdom und darüber hinaus weltweit reichen würde.
Denn bereits am Ostersonntag rief Papst Leo XIV. angesichts der zahlreichen Kriege in der Welt alle Gläubigen auf, sich dem Friedensgebet am Samstag, dem 11.04. um 18 Uhr anzuschließen. Also exakt zeitgleicher Start sowohl in Rom als auch auf dem Marienberg. Im ersten Teil der Anbetung wurde für den Frieden gebetet, um sich mit dem Heiligen Vater in Rom gleichzugeschalten – gebetete Verbundenheit.
Im Anbetungsteil selbst öffnen einfache, ansprechende Gebetstexte die Herzen der Gläubigen, um vor dem ausgesetzten Allerheiligsten wirklich beim Herrn anzukommen, ihn anzuschauen, einfach ganz nah bei ihm zu sein. So nah beim Herrn braucht sich niemand zu verstellen und darf sein, wie er oder sie gerade ist, mit allem Unfertigen. Bei diesem Nahsein ist es möglich, die große Belastung des Alltags, die persönlichen Anliegen in Gottes Hände zu legen. Dafür Kerzen anzuzünden, tut einfach gut und erhellt die Seele. Sicherlich hat auch manches Friedenslicht geleuchtet. Die Beter/innen konnten spüren, dass aus dem Heiligtum ein kleines Coenaculum wurde.
Eine kleine Gruppe von 10 Beter/innen fand sich im Heiligtum ein. Dabei entstand eine sehr tiefe Atmosphäre. Bei dieser Anbetungsstunde ist es schon eine längere Tradition, dass die Gemeinschaft Emmanuel musikalisch begleitet.
Eine Beterin meinte am Ende: „Es tut mir sehr gut, in der Stille meinen Gedanken nachgehen zu können, die Probleme von einer anderen Perspektive anzuschauen, alles Schwere loszulassen, einfach da zu sein.“
Ein Herr sagte: „In dieser Anbetungszeit kann mich fallen lassen in die Nähe Gottes, um dann neu gestärkt in meinen kleinen Alltag heimzugehen.“
Und Sr. M. Carolina: „Ich habe mich richtig gefreut, heute Abend mit unserer Anbetungszeit die Verbundenheit mit dem Heiligen Vater auf diese Weise zu zeigen, wie wir als Schönstattbewegung zu Papst Leo XVI. stehen. Seine Anliegen sind auch unsere Anliegen!“
Kinderkatechese am Nachmittag
Am letzten Tag der Osterferien war der Marienberg richtig gut bevölkert. Das schöne Wetter lockte ca. 60 Gäste, darunter sehr viele Kinder an. Für sie gab´s ein eigenes kleines Kinderprogramm. Bei der österlichen Kinderkatechese stellt Sr. M. Carolina fest: „Die Ohren der Eltern werden immer größer. Sie hören sehr interessiert zu.“
Mit großer Freude läuteten danach die Kinder die kleine Glocke, die fröhliches Osterläuten erschallen ließ. Welch Geschenk wäre es, wenn überall Glocken den Frieden verkünden könnten.
Mit Begeisterung wurden die Zwillingsschlappohr-Hasen Hoppel und Mümmel an
der Leine von den Kindern spazieren geführt. Sonst leben beiden Hasen in ihrem Gehege.
Ein erfüllender Samstag mit viel Osterfreude und einer großen Dankbarkeit der Verbundenheit zum weltweiten Friedensgebet war spürbar. „Ob es auf diesem Wege möglich sein wird, für seinen Glauben im Alltag Zeugnis zu geben?“ diese Frage stellte sich Sr. M. Carolina am Ende des Ostersamstags.
Die nächste Stunde vor dem Herrn ist am 06.06.26 – schon jetzt herzliche Einladung!